Dienstag, 12. Februar 2008

Haifleisch gegessen ... Höu, höu, höu.... ;þ

So, los geht's also mit dem Klettern. Keine typische "Nicole-Geschichte", muss euch enttæuschen... ;þ Waren letzte Woche also kraxln und es war echt lustig!!! Aber wenn man's nicht gewohnt ist sein eigenes Körpergewicht fast nur mit den Armen und Hænden weiterzubewegen, dann hat man doch a bissi Spatzen die næchsten Tage... ;-)



Es schaut leichter aus, als es ist! Hatte mit dieser Stelle echt zu kæmpfen, hængt ja auch kopfueber. Vor allem nach ner Stunde klettern læsst die Kraft einfach nach... Aber lustig wars!



Hier ein paar Fotos von letzter Woche, als ich von der Uni heim ging und - mal wieder - nicht am Meer vorbeilaufen konnte ohne Fotos zu machen... ;þ


Da drueben wohnt El Presidente!


Eis im Meer und es schneit... Hætt fast net gemerkt, dass mir meine Finger bald abfrieren vor lauter fotografieren... Aber das Foto wars echt wert!


Von 7. bis 9. Februar fand in Reykjavík das Winter Lights Festival statt, wo der Winter verabschiedet und die helle Jahreszeit begruesst wird. Sollte am Donnerstag um 19.30 Uhr bei der Hallgrimskirkja starten, aber zu der Zeit sah's dort irgendwie noch so aus....


Der Platz vor der Hallgrimskirkja mit der Statue von Erik dem Roten. Nach und nach fuellte sich der Platz...

Das waren die Scheinwerfer, die die Hallgrimskirkja beleuchten. Es war nur viiiiiiiel zu windig und zu kkkkkalt, als dass ich still halten konnte. Passt aber zum Winter LIGHTS Festival, find ich... ;-)



Die Parade fuehrte runter zum See, vorbei an beleuchteten Hæusern, feuerspeienden Menschen, Arien-Singenden-Frauen, Bass-Spielenden-Mænnern, Pantomimen in Katzenkostuemen die durch die Gassen schlichen, Feuerwehrmænnern die sich von einem Haus zum anderen abseilten, Mænnern die sich aus der Wohnung aussperrten und lauthals schrien, singenden Polizisten vor dem ehemaligen Gefængnis, schwarzgekleideten Damen mit einer Fakel und einem nachfolgenden Sarg, Lichterfiguren die den Abschied vom Winter symbolisierten,... Alles natuerlich Teil des Festivals. Der Mann der sich aussperrte (ja, es dauerte, bis ich gecheckt habe, dass das ein Sketch ist und ihm deshalb niemand hilft...), sollte wohl der Winter sein, den niemand mehr reinlassen will. So auch der Sarg, in dem wohl der Winter zu Grabe getragen wurde.





Am Freitag fand dann auf der Uni das Þorraplót statt...

Traditionelles Wikingeressen... Zuerst galt es aber mal, ueberhaupt dorthin zu kommen, da der Wind mit ca. 70 km/h durch die Gegend fegte. Man konnte sich sogar gegen den Wind legen, ohne hinzufallen. Und irgendwie hatte man das Gefuehl zu laufen, aber kam doch nur minimalst vorwærts... Obwohl es nur leicht nieselte, war jeder, der schliesslich auf der Uni ankam nass bis zum Arsch hinauf. Das Wetter fuehrte auch dazu, dass der Schnee binnen Minuten zu reissenden Fluessen wurden (na, ich uebertreibe wiedermal, aber 10 cm tief wars schon!) und man schliesslich waschelnass war. Meine Schuhe erwiesen sich gluecklicherweise als wasserfest!!! ;þ

Alles unter Wasser...



Endlich angekommen, gab's erst mal ne lustige Vorlesung zur islændischen Lebensweise und Mentaliæt, bevor... ja, bevor... es ans Eingemachte ging!!! Seht selbst...

Schafskopf, Presswurst, Blutwurst, irgendwas mit Leber, Widderhoden und sechs Monate vor sich hingammelnder Hai... Hoff ich hab nix vergessen... ;-)

Mein Teller sah dann so aus... Von links nach rechts: Schafskopffleisch, Hai (!!!) - das mit dem Zahnstocher drinnen, Presswurst, getrockneter Fisch. Darunter Leber und Blutwurst. Das grosse da ist nur Flatbread (so ne Mischung aus Fladenbrot und Palatschinken) mit Schinken drinnen zum Nachessen... Den Widderhoden hab ich mir erspart, soviel Mænnlichkeit hab ich echt nicht nötig... ;þ


Hab dann also mit dem Schafskopffleisch angefangen. War gar net so schlecht, bissi wie Rind. Die Haut hab ich aber anderen ueberlassen... Weiter gings mit der Blutwurst, der Presswurst und der Leber, die irgendwie alle gleich nach Essig geschmeckt haben... Echt grauslich!!! Der getrocknete Fisch war ganz gut, schmeckte einfach nach Fisch... ;-) Ja... Und der Shark... Man hat ja vielleicht so seine Vorstellungen, wenn man hört, dass sich Touristen regelmæssig uebergeben muessen nach dem Verzehr eines solchen Mini-Stueckes und dass der Nachgeschmack einen echt umhaut. ABER: Ueberraschenderweise war er echt gut! Im Mund schmeckt er einfach nur nach Fisch und beim Runterschlucken und Nachwirken lassen (ja, ich war tapfer genug, das zu tun!) hat er halt seinen eigenen Touch, aber nix dass man Kotzen muesste... Was dann echt grauslich war, war der Brennivín, den man zum Anprosten nachtrinkt... Na dann: "Skál!" Und uebrigens... der Brennivín heisst nicht um sonst "Black Death"... Sarah hatte ganz schön einen sitzen, als wir gegen 21 Uhr ins Pub weiterzogen... Musste dann etwa 5 Mal kotzen, bevor ich sie Heim brachte... Mit 27 Jahren (!) der 1. Rausch (!) und das mit Brennivín (!), ist wirklich niemandem zu empfehlen...



Am Sonntag war dann wieder mal gutes österreichisches Essen angesagt, næmlich Kotelett à la Lafer Luis, Potato Wedges und Paradeissalat mit bestem steirischem Kuerbiskernöl von da Karin ihrer Mama... Mmmmhh!!! ;-) Danach Spaziergang zum Meer...


Das Meer war in der Nacht so wild, dass es die ganzen Algen und Steine rausgeschmissen hat.

Bin am Sonntag, so um 21.30 Uhr - mal wieder auf dem Heimweg von der Uni (zwecks Internet) - zum Meer und es war eeeecht heftig!!! Sehr ungestuem... Hat mich wieder daran erinnert, dass und warum ich das Meer unheimlich finde...

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